Bevor wir nach USA aufgebrochen sind wurde ich des öfteren gefragt was ich vermissen werde an Deutschland. Neben Familie und Freunde ist mir vor allem Brot eingefallen. Ich wusste ja damals schon, dass es hier hauptsächlich Toastbrot gibt (allerdings in den verschiedensten Variationen, besser als in Deutschland).
Gestern war ich nach dem Gang aufs Amt nochmal kurz bei Björn im Büro. Und seine Kollegin hat mir einen Bäcker empfohlen, der deutsches Brot und Brötchen backt. Sie meinte der Bäcker wäre nicht weit von uns entfernt.
Gestern Abend sind wir noch ein bisschen durch die Gegend gefahren und haben mal geschaut wo genau der Bäcker ist. Und: es ist ein Bäcker mit Metzger und Käsetheke! Und um die Ecke ist ein Aldi!!
Und Aldi als auch Bäcker sind 9 Autominuten von unserer Wohnung entfernt! Ist das nicht cool?!?
Gerade habe ich ein bisschen gegoogelt und festgestellt, dass es in dem Aldi Bratwurst, Sauerkraut, Brezeln und viel mehr deutsche Produkte gibt!
Also wissen wir ja wo wir diesen Monat Lebensmittel einkaufen 🙂 Juhuu
Bäcker und Aldi um die Ecke
26 MärArbeitserlaubnis und cooles Auto
25 MärIn den letzten Wochen ist nicht viel aufregendes passiert. Wir haben uns jetzt richtig eingelebt und fühlen uns sehr wohl. Und wir fühlen uns bestätigt – die Entscheidung nach USA zu gehen war die Richtige.
Am vergangenen Freitag erhielt ich dann per Post meine Arbeitserlaubnis. Ging dann jetzt doch schneller als vermutet. Habe mich total gefreut 🙂 Und jetzt geht’s los mit den nächsten Behördengängen und dem Bewerbungsstress. Ich war heute dazu schon auf den Amt und habe meine Social Security Nummer beantragt. Diese brauche ich um arbeiten zu können – das ist jetzt aber nur noch eine Formalität und in der kommenden Woche sollte ich meine Social Security Nummer erhalten.
Momentan überarbeite ich meine Bewerbung und passe diese an verschiedene Stellen an. Ich hoffe den amerikanischen Stil gerecht zu werden, denn hier schreibt man Bewerbungen anders als in Deutschland.
Nachdem wir in den letzten Wochen oft an unsere Grenzen gestoßen sind was unsere Mobilität angeht haben wir beschlossen uns nach einem Auto umzusehen.
Wir waren am Freitag 2 1/2 Stunden mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und zu Fuß unterwegs um einen Arzttermin wahrzunehmen… Die Arztpraxis liegt nur 12 Meilen von unserer Wohnung entfernt.
Hier sind die öffentlichen Verkehrsmittel einfach zu schlecht ausgebaut.
Björn hat sich bei Autohändlern informiert und so ging’s dann am Samstag zum Ford Autohaus in Sandy Springs. Und nach einigen Preisverhandlungen fuhren wir dann nach fünf Stunden im Autohaus mit unserem ersten amerikanischen Auto nach Hause.
Wir haben uns nach einigen hin und her für einen Ford Edge entschieden.
Unser Autochen hat an der Fahrertür eine Art Zahlenschloss mit der man die Türen öffnen kann. Ich habe mich die ganze Zeit gewundert für was man sowas braucht und es für ziemlich unnütz gehalten.
Als ich dann vorhin aufbrechen wollte in Richtung Amt habe ich in der ganzen Wohnung meine Handtasche gesucht und konnte sie nicht finden. Sie lag, mit samt den Auto und Haustürschlüssel als auch Pass und Co im Auto… Und ich kann nur sagen: ein Zahlenschloss am Auto ist super praktisch 😉
Juhuu der TV ist da!
25 FebSo jetzt ist es endlich soweit.
Gestern haben wir unseren ersten TV gekauft und ab Mittwoch können wir diesen dann benutzen und haben auch noch super schnelles Internet!
Wir sind ab Mittwoch sozusagen wieder erreichbar 😉
Stadt erkunden bei gutem Wetter
11 FebAm Samstag weckten uns morgens warme Sonnenstrahlen. Wir hatten den ganzen Tag tolles Wetter und sind nur im T-Shirt rumgelaufen.
Morgens war ich im Fitnessstudio, Björn hat noch ein bisschen gefaulenzt.
Gegen frühen Nachmittag sind wir aufgebrochen in die Stadt und haben uns den Olympic Parc angeschaut. In Atlanta waren im Jahr 1996 die Olympischen Spiele und der Park erinnert daran. Es gibt Tafeln auf denen die Gewinner aufgelistet sind, aber auch Wasserspiele, Spielplätze, Skulpturen und mehr. Der Park ist mitten in der Stadt und einen Block groß.
Als wir den Park dann durchquert hatten erkundeten wir die weitere Innenstadt. und Björn zeigte mir das Underground. Das ist ein großes Areal in dem es verschiedenste Shops und Restaurants gibt – draußen und unterirdisch. Auch dieses Areal wurde für die Olympischen Spiele angelegt.
Während wir durch die Stadt liefen fotografierte ich ein bisschen mit meiner Kamera und wir genossen das super Wetter.
Uns überholten öfters mal Pferdekutschen, die Touristen durch die Innenstadt fuhren.
In einem Touristenbüro holten wir uns Infoheftchen über Atlanta und Georgia mit aktuellen Veranstaltungen als auch Urlaubsziele in Atlanta.
Überrascht war ich von Georgias Küste – in den Prospekten sah diese traumhaft aus. Ich hoffe wir kommen da mal hin! 🙂
Eigentlich wollten wir am Sonntag spazieren gehen – aber das Wetter machte uns einen Strich durch die Rechnung. Es regnete den ganzen Tag und wir beschlossen Zuhause zu bleiben. – Das stellte sich auch als gute Entscheidung raus, weil gegen Nachmittag noch ein heftiges Gewitter aufzog.
Ich beschäftigte mich mit meinem Strickzeug und probierte neue Techniken aus. Björn las sein Buch.
Ein richtig schöner, verregneter Gammelsonntag.
Stricken
8 FebAls ich gestern zur Post nach Lindbergh Center musste, dachte ich mir, dass es sicherlich keine schlechte Idee wäre nochmal kurz in dem tollen Kreativmarkt vorbei zu schauen, an dem ich mit Björn am letzten Wochenende schon war. Und schwups kam ich mit zwei Knäulen Wolle wieder raus. In Amerika ist es ganz populär Produkte mit dem Slogan „Buy one get one free“ (Kauf eins bekomm eins kostenlos dazu) zu vermarkten. Naja und daran können nicht viele vorbei gehen – ich in dem Fall eingeschlossen.
Kurze Zeit später sitze ich in einem Starbucks und google nach Strickanleitungen. Wahnsinn was man da alles mit machen kann.
Da mein Schal gut vorangeht freue ich mich schon auf das nächste Projekt – allerdings bin ich nicht sicher welches ich als nächstes machen soll, habe zahlreiche, kostenlose Strickanleitungen gedownloaded…
Und fürs Protokoll: Der Schal sieht aus wie er aussehen soll – und ist nicht wie beim letzten Versuch ein Dreieck – nein, er sieht wirklich tragbar aus 🙂
P.S. Strickideen für Anfänger werden gerne entgegen genommen.
P.P.S. Wer unsere USA-Adresse haben will kann mich gerne anschreiben.
Der Donuttag
8 FebIn Deutschland sind sie bekannt aber weitaus nicht so beliebt wie in den USA: Donuts.
Persönlich aufmerksam darauf geworden bin ich im letzten Jahr in Deutschland, als meine Kollegin einen großen Pack Donuts aus Köln mitgebracht hatte und unser Büro diese dann genüsslich vertilgte. (Das war eine sehr gute Idee Elisa 😉 )
Nach diesem genussvollen Erlebnis war ich nicht abgetan, als Björn neben bei bemerkte, dass in der Nähe der Arbeit ein Donutgeschäft ist und er abends mal welche mitbringen könnte. Naja die Wochen gingen ins Land und von Donuts keine Spur. Weil – und das ist ganz unerheuerlich – Björn jeden Freitag auf der Arbeit einen Donut bekommt – Mitarbeiterfrühstuck nennt sich das. Unerhört – wenn man bedenkt, dass ich schon Ewigkeiten auf einen Donut warte und mein Mann jede Woche einen zu sich nimmt. Kein Wunder also, dass er keine mit nach Hause bringt. 😉
Aber diese Woche überzeugte ich ihn, dass ein Donut doch ein toller Nachtisch sei – und abends hatte ich dann sogar einen ganzen sechser Pack Donuts vor mir stehen.
Nach dem Abendessen ging’s dann ans probieren: Donut mit Schokouberzug und gefüllt mit Vanillepudding – ist sehr lecker; Donut mir Erdbeerüberzug ist nichts für mich und am allerschlimmsten: Pumkin Donut.
Dieser Donut ist so schlimm, dass er nicht mal mit Nutella (haben wir im hiesigen Supermarkt entdeckt) oder sonstigen Belag genießbar ist, denn er schmeckt, wie der Name schon sagt nach Kürbis. Und ich kann mir wesentlich besseres vorstellen als ein Donut mit Kürbisgeschmack.
Da mein Mann auch jede Sorte doppelt mitgebracht hatte und mir dann nach einem Donut mitteilte, dass er ja morgen eh einen Donut auf der Arbeit bekommt und ich die restlichen ruhig essen kann – musste ich zwei Pumkin Donuts essen. Wegwerfen konnte ich nicht – waren es doch zu deutschen Zeiten heilige Donuts.
So schnell brauche ich die Dinger nicht mehr, bin erstmal geheilt.
Was auch noch zu bemerken ist: die Donuts schmecken nur frisch, lässt man sie einen Tag liegen schmecken sie wie eingeschlafene Füße – was den Genuss der Pumkindonuts nicht gerade besser machte.
Gutes Wetter
6 FebIch höre es noch in meinen Ohren klingen: „Brr ist es bei euch kalt“ – das hat meine Tante am Wochenende gesagt, nachdem sie aus dem warmen Florida in Georgia angekommen waren.
So und kaum sind sie wieder abgereist haben wir 20 Grad und Sonnenschein in Atlanta 🙂
Aquarium und Fox Brothers
5 FebMontag
Gegen halb zehn kamen meine Tante, mein Onkel und deren Freunde gestern bei mir in der Apartmentanlage an.
Ich führte sie durch unsere Wohnung und danach ging’s gleich los in Richtung Marta Train.
Wir besorgten allen vier ein Tagesticket und brachen in Richtung Aquarium auf. Das Georgia Aquarium ist das weltgrößte Aquarium und wirklich sehenswert. Wir verbrachten dort 3-4 Stunden. Gesehen haben wir zum Beispiel Beluga Wale, Albino Krokodile und Drachenseepferdchen – um nur einige Beispiele zu nennen.
Besonders amerikanisch war die Delfinshow. Aufgemacht wie ein Musical, mit einem Sänger (der am Anfang einen leuchtenden Unhang trug) und einer Videoshow war es eine Delfinshow ganz anderer Art. Wahnsinn was die Delfine alles für Kunststücke können!
Anschließend ging’s zu einem Café wo wir uns mit Kaffee und Kuchen – Klaus mit einer Suppe – stärkten.
Björn holte uns dann im
Foyer seines Büros ab und führte die vier durch die Firma, während ich eine Reservierung bei einem BBQ Restaurant machte.
Danach ging’s nach Dunwoody zur Perimeter Mall – wo Christel und Klaus nach Mitbringsel und Kamerazubehör schauten.
Gegen 18 Uhr fuhren wir mit der Marta nach Edgewood Candler Park. Nur 500m Fußweg entfernt von der Martahaltestelle befindet sich das Fox Brothers – ein typisches Südstaaten BBQ Restaurant. Björn war dort schonmal bei einem seiner letzten Besuche in Atlanta. Da aber zwischenzeitlich ein Baum auf einen Teil des Restaurants gefallen war, befand sich der Speisesaal jetzt in einem großen Zelt. Dieses war mit Lichterketten geschmückt.
Schon die Speisekarte begeisterte alle: Pulled Pork und Ribs als auch tolle Beilagen standen auf der Speisekarte.
Als wir in den Innenraum des Restaurants gingen entdeckten wir ein Foto von dem Papst, auf dem stand: „Holy BBQ Ribs – Papst Benedikt“ und zahlreiche weitere Auszeichnungen für das beste BBQ Restaurant der Gegend.
Und ich muss sagen, selbst für mich Vegetarier gab es tolle Sachen zum Essen: Mac & Cheese, die weltbesten Pommes (so leckere habe ich noch nie gegessen), Kohlsalat und grünen Salat.
Nach dem sehr leckeren Essen ging’s dann mit der Marta wieder in Richtung Apartment.
Dann hieß es: Abschied 😦
Danke nochmal an Christel und Klaus, Peter und Milly für den tollen Tag. Es hat super viel Spaß mit euch gemacht! Jederzeit wieder!
















