Gestern brach im Büro die Panik aus. 10 Uhr morgens – und es schneit in Atlanta. Notfall-Emails wurden versendet – alle Mitarbeiter sollen um 2 Uhr Feierabend machen.
Ich wurde gegen 13 Uhr mit weiteren Kollegen nach Hause geschickt. Und schon stand ich im Stau. Ganze 8 Stunden lang. Und nicht nur der Stau war Nerven aufreibend. Weder Wasser noch Essen hatte ich im Auto. Auf Klo konnte ich nicht gehen. Und alle Autofahrer fuhren wir verrückte – ohne Sinn und Verstand – ohne Verkehrsregeln oder Ampeln zu beachten. Es waren keine Schneemaschinen unterwegs, gestreut wurde auch nicht. Atlanta war nicht vorbereitet. Denn: in Atlanta schneit es ja nicht… 👍
Und ganz Atlanta (!) war auf den Straßen unterwegs.
Im Laufe des Abends wurde es immer kälter und die Straßen vereisten. Und das machte die Autofahrer nur noch hektischer, viele drehten sich mitten auf der Straße, kamen nicht vom Fleck und ließen die Räder durchdrehen. Um mich herum brach Panik aus.
Das war dann für mich der Punkt wo ich ein Parkplatz gesucht habe und nach Hause laufen wollte. Es war einfach zu gefährlich. Und es rührte sich eh nichts mehr auf der Straße, es bewegte sich nichts vorwärts.
Nach acht Stunden parkte ich das Auto und lief 2 Stunden nach Hause. Björn lief mir entgegen. Er hatte Glück gehabt – die Marta fuhr nach Plan und er war ohne Probleme nach Hause gekommen.
Auf dem Heimweg liefen wir die Straße entlang die ich normalerweise hätte fahren wollen – die Autos bewegten sich keinen cm – und auf der Anschlussstraße waren Unfälle und Autos die durch die Gegend schlitterten.
Ich war noch nie so froh Zuhause angekommen zu sein.
Im TV erfuhren wir, dass wirklich ganz Atlanta (!) zwischen 11-14 Uhr mit dem Auto Richtung Zuhause aufgebrochen war. Und da kaum einer jemals im Schnee gefahren ist, kein Autofahrer Winterreifen hat kam es zum ultimativen Chaos. Ich hatte noch Glück „nur“ 10 Stunden unterwegs gewesen zu sein. Andere verbrachten die Nacht im Auto, Supermarkt oder im Hotel.
Die Straßen heute:











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