Wir wünschen euch allen ein frohes, neues Jahr!
Wer sich gewundert hat wieso ich in den letzten Tagen nicht gebloggt habe, dem kann ich nur sagen, dass das neue Jahr für Björn und mich nicht ganz so gut angefangen hat…
Am ersten Januar haben wir gleich morgens all unsere Sachen wieder in unsere Koffer gepackt und wurden dann von John und Rex nach Atlanta gefahren. Es dauerte ca eine Stunde bis wir von Gainsville nach Atlanta gefahren waren.
Als wir dann am B&B angekommen waren öffnete uns keiner die Tür. John rief dann den Besitzer des B&B an, der vergessen hatte, dass er Gäste erwartete…
Nach gut zehn Minuten stand ein desorientierter älterer Herr vor uns, der sich als Besitzer des B&B vorstellte. Er schloss die Tür auf und beim Eintreten in das B&B kam uns schon ein modriger Geruch entgegen. Wir hieften dann die sieben Koffer, mit der Hilfe von John und Rex, die Treppen hoch und standen dann in dem Flur vor unserem Apartment. Hier sah es wüst aus. Überall hingen Mützen rum, die Tapete hing von der Wand runter, der Boden wirkte alt und ungepflegt. Da dachte ich noch: „Ach Sarah, dass ist doch ganz witzig, mal was anderes. Jetzt sei doch nicht so…“
Der Besitzer schloss die Tuer auf und ich dachte ich sehe nicht richtig. Wir traten ein in eine kleine Wohnung, die zwar hell und lichtdurchflutet war, aber ausgestattet mit den ältesten Möbeln, die ich jeh gesehen hatte. Schmutzige Gläser auf der Couch, das Bett noch benutzt und nicht neu bezogen, in der Küche noch ungespühltes Geschirr in dem Waschbecken. Die Decke scheint sich von einem Wasserschaden etwas gewellt zu haben. Die Tapete klebt auch nicht mehr optimal. Und alles alt und schmutzig und ein Geruch… Mein erster Gedanke, nachdem ich die Wohnung begutachtet hatte war: „Hier halte ich es keine Stunde aus. Wie soll ich da einen Monat überleben?“
Während ich versuchte mich zu beruhigen, schien es dem Besitzer des B&B ziemlich unangenehm zu sein wie es in dem Apartment aussieht. Er lief total wirr durch die Wohnung und versuchte Ordnung zu schaffen, räumte aber alles nur von eine Ecke in die nächste und redete wirres Zeug. Ich habe dann gesagt, dass er bitte sauber machen soll. Dann erzählte er, dass seine Frau im Krankenhaus liegt und er damit eigentlich nichts zu tun hat, dass ein Bekannter in der Wohnung übernachtet hätte und er eigentlich dachte sein Sohn kümmert sich um die Wohnung.
Den Sohn rief er dann an und dieser wollte in der nächsten Stunde vorbei kommen. Ich wurde immer nervöser und auch Björn schien die Sache nicht wirklich zu gefallen.
John und Rex suchten zwischenzeitlich die Toilette der Wohung auf, diese muss noch schlimmer als die restliche Wohnung ausgesehen haben. Ich habe sie mir erst garnicht angesehen. Ich kam mir zwischenseitlich vor wie bei der versteckten Kamera oder auf einem Set von einem Horrorfilm…
Als John und Rex dann gefragt haben ob alles ok ist und sie uns hier lassen können, konnte ich nicht mehr an mich halten. Ich war so schockiert. Sahen doch die Bilder auf der Webseite aus wie ein liebevoll eingerichtetes Haus mit Antiquitäten und jetzt stand ich in einem modrigen Haus, das halb auseinander zu fallen drohte.
Nachdem John und Björn bemerkt hatten wie unwohl wir uns fühlten telefonierte John mit Claudia, die zu der Zeit auf der Arbeit war.
John kam zurück und sagte, dass er uns nicht in dieser Wohnung lassen wird, weil es wirklich unheimlich ist und er nicht denkt, dass wir uns hier wohlfühlen koennen.
Uff… ich war erleichtert und dann schleppten wir die sieben Koffer und das Handgepäck wieder zurück ins Auto und fuhren in Richtung Innenstadt.
Leider ist es nicht ganz so einfach an einem Feiertag eine Wohnung zu finden. Claudia reservierte uns ein Zimmer in Sheraton.
Dort angekommen waren wir leicht schockiert als wir den Zimmerpreis erfuhren, allerdings waren wir froh eine Bleibe zu haben und willigten ein zwei Nächste in dem Hotel zu bleiben.
Nachdem wir uns etwas beruhigt hatten gingen wir dann in die Stadt und besuchten Björns Lieblingsrestaurant das Landmark Diner. Dort gab es dann XXL-Portionen zu Essen. Unmöglich, dass man dort einen Teller leer essen kann.
Da es wie in Strömen regnete hielten wir uns nicht sehr lange in der Stadt auf, sondern gingen wieder zurück in das Hotel und dort suchten wir im Internet nach Unterkünften. Abends besuchten wir dann das Hard Rock Cafe zum Abendessen.
Heute früh gingen wir schon relativ zeitnah in Björns Buero um dort eine Unterkunft fuer die nächsten Wochen zu organisieren.
Sein einer Kollege ist auch erst nach Atlanta gezogen und hat verübergehend in einem Hotel gewohnt, dass kleine Wohnungen vermietet.
Dort haben wir jetzt eine kleine Wohnung angemietet und hoffen, dass es dort angenehmer zu wohnen ist.
Den restlichen Vormittag verbrachten wir dann allerdings auf dem Social Security Office um die Social Security Number von Björn zu beantragen. Das klappte auch alles reibungslos und die Nummer wird Björn dann in der kommenden Woche zugesendet.
Danach gingen wir zu der Hausbank von EVS Wells Fargo und eröffneten dort ein Konto. Dies klappte auch alles sehr gut, leider dauerte es aber ziemlich lange bis das Konto eröffnet wurde. Zum Mittagessen holten wir uns ein Sub von Subway.
Anschliessend kauften wir uns ein Prepaid Handy, damit ich auch in Zukunft erreichbar bin und besser mit den Wohnungsmaklern in Verbindung treten kann. Danach gingen wir zurück ins Büro und Björn fing an zu arbeiten.
Ich habe mittlerweile telefonischen Kontakt mit dem Makler aufgenommen und habe derweil das Gefühl, dass wir wieder alles im Griff haben. Das Problem mit der Übergangswohnung ist jetzt geloest und wir sind beide sehr erleichtert.
Die Bilder zeigen die Aussicht aus Björns Büro!
Die erste Huerde ist gemeistert! 🙂



Ich hole euch auch mit krummen Rücken wieder heim! Ein Wort ein Ton, der Alde kommet schon 🙂
Grüße
Papa
PS: Alles wird gut, ihr schafft das schon 🙂
HALLO MEINE LIEBEN!! Laßt euch von sowat nich unterkriegen!!! Die Fäuste hoch und weiter!!!