Haben unsere letzte, turbulente Nacht im Hotel gut rum bekommen.
Björn ist gerade auf die Arbeit gegangen.
Ich werde jetzt in Ruhe frühstücken und dann schleppe ich die restlichen Koffer (ein großer und ein kleiner) zur Marta.
Ich bin jetzt schon froh wenn ich angekommen bin 😉 Wobei das einzig aufwendige wird sein dir Koffer zur Marta zu bringen – ist ja nur etwas mehr wie ein Kilometer.
Wenn ich erstmal im Zug bin ist es ja nicht mehr weit, denn unsere Wohnanlage hat einen direkten Martazugang.
Raus aus dem Hotel
31 JanTornado
30 JanOkay es ist soweit – die erste Naturkatastrophe…
Haben gerade ein Tornado – heftig! Es regnet so stark, dass das Wasser fast in das Hotelzimmer reinläuft!
Aber wie ich gerade aus dem TV erfahre wird der Tornado langsam schwächer. Uff
Und mal wieder heißt es Koffer packen…
30 Jan… aber vorerst zum letzten Mal!
So heute geht’s los, ich packe heute und morgen unsere restlichen Sachen zusammen und dann geht’s in die Wohnung!
Wie gesagt, ich bin dann erstmal nicht mehr täglich zu erreichen – bitte schreibt mir trotzdem alle fleißig weiter 😉 Ich antworte dann halt etwas später.
Meine Patentante und mein Onkel besuchen momentan Freunde in Florida und kommen am Wochenende nach Atlanta – ich freue mich schon drauf!
Wahrscheinlich gehen wir am Sonntag Essen und am Montag führe ich sie ein bisschen in der Stadt rum.
Der Einzug
28 JanSchon lange haben wir uns auf den Moment gefreut, jetzt endlich war es soweit:
Am Freitag haben wir unsere Wohnungsschlüssel bekommen 🙂
Mit leichter Verspätung kamen wir am frühen Abend bei unserer Apartmentanlage an – die Autovermietung hatte uns vergessen abzuholen und anstatt uns einen neuen Fahrer zu schicken ließen sie uns ganze vierzig Minuten warten… Naja.
Unser Ansprechpartner aus dem Marketingbüro unserer Apartmentanlage wartete schon auf uns und dann ging’s gleich in Richtung Wohnung. Nach kurzem Durchlaufen händigte er uns die Schlüssel aus und erklärte uns noch verschiedene Feinheiten. Dann waren wir alleine in der Wohnung – es war ein tolles Gefühl. Man fühlt sich so richtig angekommen und Zuhause!
Da es noch relativ früh war beschlossen wir spontan zum Ikea zu fahren und dort die ersten Möbel und Küchenzubehör zu kaufen. Dort verbrachten wir dann gute drei Stunden und verließen den Ikea mit drei Einkaufswagen – sehr schwierig zu manövrieren.
Als wir unsere Einkäufe dann in unserer Wohnung abgeladen hatten und nicht müde waren beschlossen wir noch in den Walmart zu fahren und restliche Küchenutensilien zu kaufen wie Kaffemaschine, Staubsauger und Co. Diese Walmartfiliale hat 24 Stunden geöffnet.
Gegen halb eins nachts kamen wir dann wieder im Hotel an.
Am Samstag Morgen standen wir früh auf, denn Björn wollte seinen Führerschein machen, da wir momentan ja ein Mietauto haben und man ein eigenes Auto für die Führerscheinprüfung braucht.
Dort angekommen erfuhren wir, dass uns doch noch Unterlagen fehlen und deshalb wurde „Mission Führerschein“ erstmal verschoben.
Anschließend fuhren wir nochmal in unser Hotel und transportierten fünf der sechs Koffer mit dem Auto in unser neues Zuhause. Danach ging’s noch Lebensmittel einkaufen.
Lebensmittel einkaufen wird für die erste Zeit erstmal ziemlich umständlich werden, da alle Supermärkte ziemlich weit von öffentlichen Verkehrsmitteln entfernt sind und man ohne Auto eigentlich nicht wirklich zurecht kommt. Wir haben deshalb versucht so einzukaufen, dass das Essen möglichst lange hält, da wir ansonsten ein Taxi oder Mietauto zum Einkäufen verwenden müssen bis wir irgendwann ein eigenes Auto haben.
Danach ging’s wieder in die Wohnung und wir machten uns ans Verräumen der Lebensmittel, Putzen und Möbel aufbauen.
Gegen späten Abend fuhren wir erschöpft ins Hotel.
Am Sonntag frühstückten wir im Hotel und fuhren danach ins Apartment, weil unser Sofa geliefert wurde.
Anschließend besorgten wir uns noch ein paar Gesellschaftsspiele, da wir vorerst weder Internet und Fernsehen haben werden. Das liegt daran, dass man hier als Zugezogener keine Kredithistorie hat und überall Kautionen hinterlegen muss. Wir haben uns deshalb gegen TV und für mehr Möbel entschieden, TV kommt dann nächsten Monat. Und Björn hat ja Internet auf seinem IPhone – mir könnt ihr auch weiter schreiben, allerdings muss ich zum Abrufen in das Gemeinschaftshaus gehen, in dem auch das Fitnessstudio ist, da wir dort als Anwohner auch Internet zur Verfügung haben (also nicht wundern wenn ich mich nicht immer direkt melde)
Als Björn dann das Sofa zusammen bauen wollte fiel ihm auf, dass Sofabezüge fehlen. Er fuhr dann nochmal zum Ikea um es umzutauschen während ich auf die Matratzenlieferung wartete.
Gegen 17 Uhr war die halbe Wohnung geputzt, der Kleiderschrank eingeräumt, alle Möbel aufgebaut und der ganze Verpackungsmüll im Container verstaut.
Wir beeilten und ins Hotel zu kommen und sprangen unter die Dusche, denn gegen 19 Uhr sollten wir am andern Stadtende sein und uns mit Björns Chef und Kollegen zum Abendessen treffen.
Pünktlich auf die Minute betraten wir das Lokal. 🙂
Ich muss wirklich sagen, dass Essen war total lecker. Ich würde sogar sagen, dass es das Beste Essen war, dass ich bisher in Atlanta gegessen habe. Allerdings sollte es spanische Küche geben und naja … es war auf gar keinen Fall spanische Küche. Aber lecker!
Anbei der Link:
http://www.theiberianpigatl.com/index
Heute, am Montag werde ich nochmal in die Wohnung fahren und Wäsche waschen und noch bestehendes Chaos aufräumen, vielleicht auch noch die restliche Wohnung fertig putzen.
Am Donnerstag werden wir dann dort einziehen, leider geht es nicht früher, denn unser Hotelzimmer ist noch bis dahin bezahlt und wir wollen das auch solange noch wahrnehmen.
Euch allen eine schöne Woche!
Ps: weitere Bilder von der Wohnung folgen, mehr haben wir bisher nicht gemacht 🙂
World of Coca Cola :)
12 JanUnter der Woche hat Björn gearbeitet und ich lauter Alltagskram erledigt.
Am Donnerstag Abend haben wir dann den Mietvertrag unterschrieben 🙂 Ein gutes Gefühl! Der Vertrag ist erstmal für ein Jahr gültig und kurz vor Ablauf der Jahresfrist können wir den Vertrag verlängern wenn wir wollen.
Wir sind beide echt happy, denke wir werden uns dort sehr wohl fühlen!
Sobald wir uns eingerichtet haben poste ich Bilder von der Wohnung. Ich habe bisher nur offizielle Bilder, die ich hier nicht posten kann.
Heute waren Björn und ich ab frühen Nachmittag unterwegs. Vorher gab es auf Wunsch des Hausherrn noch Eier mit Speck und für mich ein leckeres Porridge 🙂
Danach ging’s ab in Richtung Marta und zum Möbelgeschäft Cort, wo ich mir schon Anfang der Woche Möbel angeschaut hatte.
Danach fuhren wir in die Stadt zu „World of Coca Cola“. Atlanta ist der Firmenhauptsitz von Coca Cola und wir waren in dem Museum.
Ein paar Informationen zu Coca Cola: Der Erfinder von der Coke heißt John S. Pemberton. Dieser war eigentlich ein Apotheker, der ein Getränk entwickeln wollte, welche seine Kunden erfrischen sollte. Er erfand das Getränk im Jahr 1886.
Heute trinken ca 1 Milliarde Menschen, aus über 200 Ländern, jeden Tag eins der 450 verschiedenen Produkte der Firma Coca Cola.
In dem Museum erfährt man viel über die Geschichte von Coca Cola, über die geheime Zutat von Cola und über das Abfüllen der Getränke im Flaschen. Man kann Cola-Werbespots aus der ganzen Welt anschauen, es gibt ein 4D-Kino, eine Cola-Kunst-Gallerie und ein Raum in dem man 60 verschiedene Produkte von Coca Cola probieren kann – echt interessant!!
Am Ende des Museums bekommt man noch eine Flasche Cola geschenkt.
Abschließend läuft man durch einen großen Coca Cola Shop nach draußen. Wahnsinn was es dort alles gibt: von Schlafanzughosen und Unterhosen, über Bilder und Küchenzubehör gibt es alles.
Björn kauft sich seinen lang ersehnten Coffee-to-go-Becher und ich bekomme einen Colabecher 🙂
Zuhause angekommen gibt es Abendessen und Football 🙂
Wir haben haben die Wohnung bekommen!
9 JanIch wollte euch nur kurz mitteilen, dass wir die Zusage für die tolle Wohnung bekommen haben!
Morgen fahre ich hin um den Vertrag zu unterschreiben!
Juhuuuuu 🙂
Wir haben (wahrscheinlich) eine Wohnung :)
7 JanHeute war ein langer Tag.
Wir haben heute früh den Wecker nicht gehört und sind um sieben Uhr aufgeschreckt – gerade noch rechtzeitig. Björn hat sich in aller Schnelle angezogen und ist dann auf die Arbeit.
Ich habe mich auch fertig gemacht und das Mietauto zurück gebracht. Die Autovermietung hat mich dann an einer Marta Train Station abgesetzt. Von dort bin ich dann mit den Zug nach North Springs gefahren um unser favorisiertes Apartment zu reservieren.
Dort angekommen besprach ich alle Formalitäten mit John, einem Angestellten, der die Verträge für uns fertig macht.
Anschließend fuhr ich in die Stadt und besprach den Vertrag mit Björn.
Dann ging ich zur Bank. Dort ließ ich mir erklären wie man einen Check ausstellt. Hier kann man nicht einfach eine Überweisung machen, man muss einen Check ausstellen – ganz anders als in Deutschland.
Danach holt ich mir einen Sub von Subway und machte mich auf den Rückweg zum Apartment um die Verträge zurück zu geben.
Dort angekommen bezahlte ich die Registrierungsgebühr. Wir werden jetzt überprüft (Vorstrafen etc) und dann können wir am 25.1. einziehen 🙂 Sieht alles gut aus bis jetzt 🙂
Als wir am Samstag in der Apartmentanlage waren hatte uns John ein Möbelhaus empfohlen und uns Gutscheine mitgegeben.
Zu diesem Möbelhaus fuhr ich dann anschließend.
Und ich denke da werden wir am Wochenende nochmal hingehen 🙂 Dank John bekommen wir da nämlich Rabatt 🙂
Das erste Januarwochenende
6 JanNachdem wir die erste Nacht in der neuen Unterkunft gut überstanden hatten, hieß es für Björn am nächsten Morgen um sechs Uhr aufstehen. Ich bereitete ihm sein Frühstück vor, während er sich fertig machte.
Gegen sieben Uhr verließ er dann das Haus, damit er gehen acht Uhr auf der Arbeit ankommt.
Während Björn auf der Arbeit war frühstückte ich, räumte die Koffer aus, kaufte die restlichen notwendigen Lebensmittel fürs Wochenende ein und als es dann früher Nachmittag war beschloss ich verschiedene, interessante Wohnungen zu besichtigen.
Ich fuhr nach North Springs und besichtigte dort drei Apartments. Diese waren alle drei echt hübsch, wobei mir das letzte am besten gefallen hat. Dies befindet sich in direkter Nähe einer Marta Train Station und ist frisch renoviert.
Als ich dann abends wieder in das Hotel kam, ging ich Wäsche waschen und in die Apotheke. Björn muss sich irgendwo erkältet haben, das geht hier gerade rum, und ihm geht’s nicht gut.
Als Björn dann gegen 19 Uhr im Hotel angekommen ist stand sein Abendessen schon auf dem Tisch. 🙂
Für Samstag Morgen habe ich ein Auto gemietet, die Agentur holte uns morgens am Hotel ab. Nachdem wir alle Unterlagen unterschrieben hatten ging es los: Wohnungen besichtigen.
Am Ende des Tages hatten wir fünf Wohnungen besichtigt und auch einen endgültigen Favoriten.
Diese Wohnung befindet sich in direkter Näher einer Marta Train Station, in einer Apartmentanlage mit Pool, Fitnesscenter und Sicherheitspersonal. Eine richtig tolle Wohnung: 128 qm, zwei große begehbare Kleiderschränke, zwei Schlafzimmer – beide mit Badezimmer, Küche inklusive aller Elektrogeräte, Waschmaschine und Trockner, Balkon… – zu schön um wahr zu sein!
Jedoch beschlossen wir über das Wochenende nochmal in uns zu gehen und uns am Montag zu melden und die Wohnung ggf. zu mieten.
Gegen späten Nachmittag fuhren wir in den Ikea um uns dort Möbel anzuschauen. Dort gibt es teilweise unterschiedliche Möbel wie bei uns, teils ähnliche.
Erst Gegen neun Uhr kamen wir im Hotel an.
Am Sonntag Morgen fuhren wir, mit dem Mietauto zu verschiedenen Möbelhäusern um uns nach Angeboten zu erkundigen.
Als wir schon auf dem Rückweg waren entdeckten wir ein Matratzengeschäft. Eigentlich wollten wir uns nur erkunden wie teuer die Matratzen so sind. Als der Verkäufer hörte, dass wir gerade aus Deutschland angekommen sind und uns neu ausstatten müssen, machte er ein klasse Angebot, das kein Möbelgeschäft bisher geboten hatte: er reduzierte die Matratze um 50%! Also kauften wir unsere erste amerikanische Matratze: ein Boxspringbett wie man es aus Hotels kennt. Mega bequem! 🙂
Im Anschluss fuhren wir in ein Walmart Supercenter und kauften für die nächsten Wochen ein.
(Hier gibt es Papas Lieblingswein in XXL-Flaschen!)
Abends entschieden wir uns für die tolle Wohnung von gestern. Ich werde morgen nochmal hinfahren und ich hoffe wir bekommen die Wohnung! Drückt die Daumen!!
Die Übergangswohnung
3 JanHeute war die letzte Nacht im Sheraton. Björn verabschiedete sich schon früh um auf die Arbeit zu gehen. Ich blieb im Hotel und verstaute wieder alle Sachen in den Koffern.
Nachdem ich mich geduscht und angezogen hatte organisierte ich mir Frühstück und rief bei unsere favorisierte Wohnung an. Dort wurde mir mitgeteilt, dass wir möglichst heute vorbeikommen und uns vorstellen sollten.
Gegen elf Uhr holten Björn und Florian (Björns Kollege) mich und das ganze Gepäck mit Florians Auto vom Sheraton ab. Das Auto parkten wir im Parkhaus des Büros.
Björn und ich machten uns danach auf in Richtung Wohnungsbesichtigung.
Wir liefen zur Marta Train Station. Dort kauften wir uns Tickets und fuhren in Richtung North Springs (in den Norden).
Mit einiger Verspätung kamen wir dann in Sandy Springs an. Zu Fuß liefen wir dann in Richtung Wohnung. Glaube alle Vorbeifahrenden haben gleich bemerkt, dass wir keine Amerikaner sind, denn außer uns war jeder mit dem Auto unterwegs.
In dem Apartmentkomplex schauten wir uns dann eine 2 Schlafzimmer – Wohnung an. Diese war echt schön, groß und preiswert. Allerdings waren wir uns nicht sicher ob die Entfernung zur Zugstation nicht zu weit ist.
Nachdem wir die Wohnung besichtigt hatten schauten wir uns die Umgebung an und fuhren dann mit dem Bus zurück zur Marta Station. Diesmal stiegen wir in Dunwoody aus, von dort liefen wir in Richtung neue Unterkunft. Wir werden bis Ende Januar im
Homestead Studio Suits Perimeter untergebracht sein.
Die Unterkunft ist diesmal sehr schön. Ein großer, sauberer Raum im dem ein Schlafzimmer und die Küche untergebracht ist. In einem separaten Raum befindet sich das Bad.
Zuerst gehen wir einkaufen, der Supermarkt ist gleich neben an. Ich habe ein paar Bilder von interessanten Lebensmitteln angehängt, die wir gekauft haben und aus Deutschland nicht kennen.
Nachdem wir unser erstes Abendessen zu uns genommen habe, trinke ich einen Seelenstreichler (ein Geschenk von meinen Paten und meinem
Cousin Dirk) – Bilder sind angehängt.
Happy New Year!
2 JanWir wünschen euch allen ein frohes, neues Jahr!
Wer sich gewundert hat wieso ich in den letzten Tagen nicht gebloggt habe, dem kann ich nur sagen, dass das neue Jahr für Björn und mich nicht ganz so gut angefangen hat…
Am ersten Januar haben wir gleich morgens all unsere Sachen wieder in unsere Koffer gepackt und wurden dann von John und Rex nach Atlanta gefahren. Es dauerte ca eine Stunde bis wir von Gainsville nach Atlanta gefahren waren.
Als wir dann am B&B angekommen waren öffnete uns keiner die Tür. John rief dann den Besitzer des B&B an, der vergessen hatte, dass er Gäste erwartete…
Nach gut zehn Minuten stand ein desorientierter älterer Herr vor uns, der sich als Besitzer des B&B vorstellte. Er schloss die Tür auf und beim Eintreten in das B&B kam uns schon ein modriger Geruch entgegen. Wir hieften dann die sieben Koffer, mit der Hilfe von John und Rex, die Treppen hoch und standen dann in dem Flur vor unserem Apartment. Hier sah es wüst aus. Überall hingen Mützen rum, die Tapete hing von der Wand runter, der Boden wirkte alt und ungepflegt. Da dachte ich noch: „Ach Sarah, dass ist doch ganz witzig, mal was anderes. Jetzt sei doch nicht so…“
Der Besitzer schloss die Tuer auf und ich dachte ich sehe nicht richtig. Wir traten ein in eine kleine Wohnung, die zwar hell und lichtdurchflutet war, aber ausgestattet mit den ältesten Möbeln, die ich jeh gesehen hatte. Schmutzige Gläser auf der Couch, das Bett noch benutzt und nicht neu bezogen, in der Küche noch ungespühltes Geschirr in dem Waschbecken. Die Decke scheint sich von einem Wasserschaden etwas gewellt zu haben. Die Tapete klebt auch nicht mehr optimal. Und alles alt und schmutzig und ein Geruch… Mein erster Gedanke, nachdem ich die Wohnung begutachtet hatte war: „Hier halte ich es keine Stunde aus. Wie soll ich da einen Monat überleben?“
Während ich versuchte mich zu beruhigen, schien es dem Besitzer des B&B ziemlich unangenehm zu sein wie es in dem Apartment aussieht. Er lief total wirr durch die Wohnung und versuchte Ordnung zu schaffen, räumte aber alles nur von eine Ecke in die nächste und redete wirres Zeug. Ich habe dann gesagt, dass er bitte sauber machen soll. Dann erzählte er, dass seine Frau im Krankenhaus liegt und er damit eigentlich nichts zu tun hat, dass ein Bekannter in der Wohnung übernachtet hätte und er eigentlich dachte sein Sohn kümmert sich um die Wohnung.
Den Sohn rief er dann an und dieser wollte in der nächsten Stunde vorbei kommen. Ich wurde immer nervöser und auch Björn schien die Sache nicht wirklich zu gefallen.
John und Rex suchten zwischenzeitlich die Toilette der Wohung auf, diese muss noch schlimmer als die restliche Wohnung ausgesehen haben. Ich habe sie mir erst garnicht angesehen. Ich kam mir zwischenseitlich vor wie bei der versteckten Kamera oder auf einem Set von einem Horrorfilm…
Als John und Rex dann gefragt haben ob alles ok ist und sie uns hier lassen können, konnte ich nicht mehr an mich halten. Ich war so schockiert. Sahen doch die Bilder auf der Webseite aus wie ein liebevoll eingerichtetes Haus mit Antiquitäten und jetzt stand ich in einem modrigen Haus, das halb auseinander zu fallen drohte.
Nachdem John und Björn bemerkt hatten wie unwohl wir uns fühlten telefonierte John mit Claudia, die zu der Zeit auf der Arbeit war.
John kam zurück und sagte, dass er uns nicht in dieser Wohnung lassen wird, weil es wirklich unheimlich ist und er nicht denkt, dass wir uns hier wohlfühlen koennen.
Uff… ich war erleichtert und dann schleppten wir die sieben Koffer und das Handgepäck wieder zurück ins Auto und fuhren in Richtung Innenstadt.
Leider ist es nicht ganz so einfach an einem Feiertag eine Wohnung zu finden. Claudia reservierte uns ein Zimmer in Sheraton.
Dort angekommen waren wir leicht schockiert als wir den Zimmerpreis erfuhren, allerdings waren wir froh eine Bleibe zu haben und willigten ein zwei Nächste in dem Hotel zu bleiben.
Nachdem wir uns etwas beruhigt hatten gingen wir dann in die Stadt und besuchten Björns Lieblingsrestaurant das Landmark Diner. Dort gab es dann XXL-Portionen zu Essen. Unmöglich, dass man dort einen Teller leer essen kann.
Da es wie in Strömen regnete hielten wir uns nicht sehr lange in der Stadt auf, sondern gingen wieder zurück in das Hotel und dort suchten wir im Internet nach Unterkünften. Abends besuchten wir dann das Hard Rock Cafe zum Abendessen.
Heute früh gingen wir schon relativ zeitnah in Björns Buero um dort eine Unterkunft fuer die nächsten Wochen zu organisieren.
Sein einer Kollege ist auch erst nach Atlanta gezogen und hat verübergehend in einem Hotel gewohnt, dass kleine Wohnungen vermietet.
Dort haben wir jetzt eine kleine Wohnung angemietet und hoffen, dass es dort angenehmer zu wohnen ist.
Den restlichen Vormittag verbrachten wir dann allerdings auf dem Social Security Office um die Social Security Number von Björn zu beantragen. Das klappte auch alles reibungslos und die Nummer wird Björn dann in der kommenden Woche zugesendet.
Danach gingen wir zu der Hausbank von EVS Wells Fargo und eröffneten dort ein Konto. Dies klappte auch alles sehr gut, leider dauerte es aber ziemlich lange bis das Konto eröffnet wurde. Zum Mittagessen holten wir uns ein Sub von Subway.
Anschliessend kauften wir uns ein Prepaid Handy, damit ich auch in Zukunft erreichbar bin und besser mit den Wohnungsmaklern in Verbindung treten kann. Danach gingen wir zurück ins Büro und Björn fing an zu arbeiten.
Ich habe mittlerweile telefonischen Kontakt mit dem Makler aufgenommen und habe derweil das Gefühl, dass wir wieder alles im Griff haben. Das Problem mit der Übergangswohnung ist jetzt geloest und wir sind beide sehr erleichtert.
Die Bilder zeigen die Aussicht aus Björns Büro!
Die erste Huerde ist gemeistert! 🙂


































